
Das neue Album von Bob Sinclar.Bob Sinclar war schon immer hoffnungsvoll nostalgisch. Sogar jetzt, als weltberühmter DJ, der Star der Clubs des gesamten Planeten, hat er nie aufgehört, seine jugendliche Neugier durch seine Musik zu transportieren.
Anzeige Mehr als zwei Jahrzehnte hat er mit dem Publikum seine Leidenschaft sowohl für seltene Grooves als auch für zeitgemäße Dancemusik geteilt. Die Hits kamen, das öffentliche Image wurde geschmiedet und Clubhits sowie brillante Remixe folgten wie an einer Schnur.
Jedoch ist Chris nicht nur Bob Sinclar, der Star der Diskothek. Vor allem ist er verrückt nach Sound und durstig nach Entdeckung. Also entschied sich Chris für eine Veränderung der Szene um für 2010 ein Zeichen zu setzen. „Ich remixe meine Tracks jedes Jahr und ich dachte, es wäre eine gute Idee, einen Schritt zurückzugehen und die Songs auf eine andere Weise zu betrachten. Heutzutage ist die Musik sehr elektronisch und fortmatgebunden, doch ich mochte es schon immer, Leute zu überraschen“, erklärt Bob Sinclar.
Also ab nach Kingston, wo ein Spitzenteam (inklusive der Leute, die sich auch für das Serge Gainbourg’s Classic Dub Album „Aux Armes et caetera“ verantwortlich zeigten), auf ihn wartete. „Ich bin ein Riesenfan von Serge Gainbourg. Er entwickelte seinen Style über die Jahre und kam nach Kingston, um mit zwei lebenden Reggae-Legenden – Sly & Robbie – zu arbeiten“, erklärt Chris. „Also ging ich nach Kingston und machte mich auf die Suche nach positiven Vibes, um diese dann mit anderen zu teilen.“
Die Sly Dunbar / Robbie Shakespeare Rhythmus Abteilung. Robbie Lyn am Keyboard, Slicky Thompson an den Percussions und Mike Mao Chung an der Gitarre: Sozusagen die Crème de la Crème der alten Schule des Reggaes präsentieren die Hits wie „The Beat Goes On“, „What A Wonderful World“, „World Hold On“ und „Love Generation“ in einem langsamen Tempo und mit neuen himmlischen Background Vocals. Die Mehrheit der Original Vocals bleibt bestehen, besonders die von Steve Edwards, Gary Pine auf „Give A Little Love“ und Tony Rebel auf „Jamaica Avenue“.
Andere Vocals wurden hinzugefügt, wie die von Queen Ifrica, bekannt aus Bob’s letztem Album, „Born in 69“. Plus eine erstaunliche Überraschung – Grace Jones, die auf ihrem Weg nach Kingston ihre Bewunderung für die Reggae-Version von „Kiss My Eyes“ äußerte, eine Hommage an Nightclubbing, das 1981 ebenfalls mit Sly & Robbie aufgenommene Album.
„Was ich mache, ist Anti-Club-Musik“, gibt Chris ganz offen zu. „Ich bin ein DJ und besitze natürlich die Leidenschaft für Dancemusik, aber ich wollt einfach mal versuchen, einen anderen Style daraus zu machen.“
Getreu seiner Linie und Wünsche, nicht von Mode und Formaten abhängig zu sein, hat Chris eine Generalüberholung des Oldschool Reggaes geschaffen.
Das Resultat? Ein entspanntes Album mit Herz, voller rarer Originalität. Das Album eines Mannes, der Musik liebt und von seiner Kunst begeistert ist. Das Album von jemandem hoffnungslos Nostalgischen. Kingstone Style halt.
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