
Ein Album voller SCOOTER Songs interpretiert von Sido, Bloodhound Gang, K.I.Z., Klostertaler, Jan Delay, Moonbootica, Andreas Dorau u.v.a.Wenn selbst Jan Delay auf seinem Nr. 1 Live Album „Mercedes Dance“ stolz von der Bühne verkündet, er besäße die Handynummer von H.P. Baxxter und selbiger in der ARD im Rahmen der TV Dokumentation über „60 Jahre deutsch-deutsche Geschichte“ neben Angela Merkel und Thomas Gottschalk zum Thema befragt wird, dann weiß man, dass die Band Scooter einen Stellenwert erzielt hat, der weit über musikalische Aspekte hinausgeht. SCOOTER bilden heute aufgrund ihres Schaffens, ihrer Erfolge und ihrer Präsenz im In- und Ausland eine feste Größe in Kultur und Gesellschaft. So rezitiert die einstige Fassbinder-Schauspielerin Irm Hermann Scooter Texte auf deutschen Bühnen, und der deutsche Maler Albert Oehlen verfeinert seine Bilder, welche unter anderem im MoMA in New York ausgestellt und zu Höchstpreisen gehandelt werden, mit ausgewählten Scooter Textpassagen.
Anzeige SCOOTER sind mit 22 Top Ten Hits der erfolgreichste deutsche Chartact seit Einführung der Charterhebung im Jahre 1957 und haben jüngst mit ihrem Platin-Album „Jumping All Over The World“ sogar Madonna von Platz 1 der britischen Albumcharts verdrängt. Wenn es eine Band auf bisher 40 Musikvideos in ihrer Karriere gebracht hat, die es ausnahmslos alle auf VIVA-Rotation geschafft haben, dann unterstreicht dies eindrucksvoll den Stellenwert von SCOOTER.
Nach unzähligen Award-Auszeichnungen bedarf es eigentlich keiner Adelung mehr. Aber eine derart große Ehrung des eigenen Schaffens durch andere Künstler, wie sie Ende Januar auf dem Longplayer „Hands on SCOOTER“ zu hören sind, hätten sich wohl auch die Jungs von SCOOTER in ihren kühnsten Träumen nicht erhofft. „Hands on SCOOTER“ ist ein ganz besonderes SCOOTER-Album, das eigentlich überhaupt kein SCOOTER-Album ist. Vielmehr haben höchst renommierte Acts wie die Bloodhound Gang, K.I.Z., Jan Delay, Sido, Moonbootica, Klostertaler u.v.a. SCOOTER-Songs in ihren eigenen Musikrichtungen neu interpretiert. So nahm sich Sido den Techno-Klassiker „Move Your Ass“ vor und machte daraus die Rap-Version „Beweg Dein Arsch!“ Dies ist auch die erste Singleauskopplung, welche zeitgleich zum Album am 23.01.2008 in den Läden steht.
In dieser Form dürften die Fans und Kritiker SCOOTER-Stücke noch nie gehört haben. Aber genau das macht diesen Tonträger und das gesamte Projekt so einzigartig. Da treffen Musikstile aufeinander, deren Anhänger sich bis vor kurzer Zeit nicht im selben Raum aufgehalten hätten. „Hands on SCOOTER“ ist Culture Clash, da folgt auf Rap eine Rock-Interpretation eines SCOOTER-Songs. Und ein cooler Electro-Edit schließt sich einer Volksmusikversion an. Aber wer, wenn nicht SCOOTER, die schon seit Jahren Einflüsse unterschiedlicher Stilrichtungen für ihre Tracks verarbeiten, hätten Künstler solch verschiedener Couleurs auf einem Werk verbinden können?
Welche dieser Neuinterpretationen die Fans favorisieren werden, wird man sehen. Aber eine größere Ehrung als die Interpretation des eigenen Lebenswerks durch andere Künstler kann es doch nicht geben, oder? Und das wird die SCOOTER-Fans unendlich stolz machen...
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