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Jill Scott
The Real Thing: Words and Sounds Vol.3 .

1999 schrieb Jill Scott mit Roots Drummer Amir „Questlove“ Thompson den Song „You Got Me“ der in der Formation The Roots feat. Erykah Badu zum Welthit avancierte. Ihr 2000er Debütalbum „Who Is Jill Scott?“ gilt als eine der wichtigsten Soul-Veröffentlichungen des letzten Jahrzehnts und erreichte auf Anhieb „Double Platinum“ Status. Zwei Grammys, vier Lady of Soul Awards und der Aretha Franklin Award als Entertainerin des Jahres schlossen sich an.
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Nachdem auch das 2001er Live-Album „Experience“ und das 2004er Album „Beautifully Human“ mit Gold ausgezeichnet wurden und weitere Grammy-Nominierungen einheimste, gilt Jill Scott als eine der wichtigsten Vertreter der Neo-Soul-Szene und äußerst gefragte Künstlerin. Kollaborationen mit Common, Mos Def, Al Jarreau & George Benson, Will.I.Am aber auch Will Smith unterstreichen ihr bemerkenswertes Spektrum und genre-übergreifende Attraktivität.
Ihr aktuelles Album und dritter Beitrag im Rahmen ihrer „Words and Sound“ Serie macht sich auf, nahtlos an die großen Erfolge der Vorgänger anzuknüpfen. Mit Produzenten wie Scott Storch (u.a. Snoop Dogg, 50 Cent, Missy Elliott, Kelis), Adam Blackstone von den Roots und Carven Haggins & Ivan Barias (Musiq, Chris Brown) tummeln sich auf „The Real Thing“ aktuelle Stars der Soul- und Hip-Hop-Szene.
Das Video zu ihre ersten Single „Hate On Me“ ist derzeit eines der meistgespielten bei youtube.com und wird dort mit Lob überschüttet. Stellvertretend für alle begeisterten Einträge lässt sich konstatieren: „What a voice, what soul!“
„The Real Thing“ war ursprünglich als Konzeptalbum geplant. Doch Jill Scott gab ihren ursprünglichen Plan, die Welt mit jedem Song aus der Perspektive einer anderen Frau zu zeigen (von der Hausfrau über die Stripperin bis zur Senatsabgeordneten), schnell auf. Sie realisierte, dass diese Facetten Teile ihres eigenen Selbst repräsentieren.
Fanfare weiblichen Selbstbewusstseins
So erklärt sie: „Ich versetzte mich so sehr in diese Frauen hinein, bis ich merkte, dass mich alles ganz persönlich betrifft: der Neid, die Wut, die Verzweiflung, die Einsamkeit, das Glück, die Leidenschaft und die Zerrissenheit. Dieser intensive, emotionale Bezug macht das Album so besonders.“
Gleich mit dem Titelsong „The Real Thing“ zeigt sich Jill Scott äußerst selbstbewusst. Rockige Gitarren unterstreichen ihren Anspruch: „I’m the real thing in stereo / I can make you shine, I can make you glow“. Auf diese Weise gestärkt, schließt sich ihre erste Single-Auskopplung an.
In „Hate on Me“ begegnet sie einer missgünstigen Welt mit breiter Brust und kommentiert: „Wenn ich schon dazu bestimmt bin, zu strahlen und zu glänzen, dann werde ich das auch tun.“ Diese Fanfare weiblichen Selbstbewusstseins überzeugt gleichermaßen mit fantastisch präziser Artikulation und pointierter Produktion. So klingt ‚Soul Power’ im 21. Jahrhundert.
In raffiniertem Kontrast folgt die einschmeichelnde Ballade „Distant Lover“. Jill Scotts facettenreiche, honig-samtene Stimme ruht hier auf einer überzeugenden Melange aus funkigen Beats und jazzigen Arrangements, die Vergleiche mit Marvin Gayes Klassiker „Let’s Get It On“ heraufbeschwört.
Verführerische, erotische Komponente inklusive
Hier wie dort paaren sich Sehnsucht und Glück ganz selbstverständlich mit einer starken sexuellen Note. „Crown Royal“ (der Song mit Jills Lieblings- Lyrics in der Form eines ‚streams of consciousness’), das perkussiv-geprägte „Epiphany“ und das kosmisch-futuristisch produzierte „Imagination“ führen die erotische Komponente ebenso überzeugend wie verführerisch weiter aus.
Neben weiteren Songs, die tief aus der weiblichen Seele drängen, wie „Wanna be Loved“ (über das Verlangen nach Liebe und Anerkennnung) und „All I“ (über die unbefriedigten Bedürfnisse in einer langjährigen Beziehung), schafft es Jill Scott immer wieder, mit einem unwiderstehlichen Groove zu überzeugen.
„Whenever You’re Around“ und das abschließende „Rightness“ setzen hier weitere Highlights. Das Geheimnis ihres großen Erfolges aber ist die heutzutage oft beschworene, aber selten gewordene Authentizität all ihrer Songs, denen man mit jedem Beat anhört, dass sie gefühlt, gelebt, und durchlitten sind.
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Quelle: ONLINE PROMOTION
[ SB ]
     [19.10.2007]
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